Müll im Meer - Ursachen und Prävention

Dass die Verschmutzung durch Plastik zu einem immer größeren Problem für die Weltbevölkerung wird, ist nichts Neues. Deshalb will die EU der Verschmutzung durch Plastik mithilfe einer neuen Strategie entgegenwirken. Bis 2030 soll Plastikmüll drastisch eingedämmt und die Umwelt - speziell das Meer - besser geschützt werden.

Recycling von Plastikmüll dämmt Verschmutzung nicht ausreichend ein

Bereits im Jahr 2015 warfen die Deutschen im Schnitt knapp 38 Kilo Plastikmüll pro Kopf weg. Deutschland liegt damit zusammen mit Estland, Luxemburg und Irland auf den Spitzenpositionen. Ihre Wurzeln hat die Verschmutzung vom Meer durch Plastikmüll also definitiv in den "reichen" EU-Staaten. Die Länder liegen darüber hinaus weit über dem Durchschnitt Gesamteuropas - hier werden circa 31 Kilo Plastikmüll pro Kopf und Jahr produziert.

Das große Problem im Angesicht solcher Massen ist das unzureichende Recycling. Das emsige Sammeln und Trennen der Müllmassen scheint nicht effektiv genug zu sein - die Verschmutzung ist immer noch zu groß. Aus diesem Grund ist europäisches Handeln erforderlich, um Flora, Fauna, Meer und nicht zuletzt die Menschen selbst zu schützen. Eine neue Strategie zur Vermeidung von Plastikmüll wurde jüngst in Frankreich vorgestellt. Franz Timmermann berichtete von dramatischen Zahlen: Von insgesamt 25 Tonnen Plastikmüll pro Jahr werden gerade einmal 30 Prozent recycelt.

Einwegverpackungen sollen Meer retten

In erster Linie sollen Richtlinien zum Thema Einwegverpackung geändert werden. Die vielen mehrfach verpackten Snacks und Getränke, welche es immer noch in Supermärkten zu kaufen gibt, sind dabei nur der Anfang. Bis zum Jahr 2030 sollen keine Plastikbecher oder Plastikflaschen mehr auf europäischen Deponien auftauchen. Der Plastikmüll soll allerdings nicht verboten werden, sondern neue Umweltstandards sollen für bessere Verwertungsmethoden sorgen. Konkret wird es mehr wiederverwendbare Komponenten geben.

Kosmetikindustrie ein Hauptverursacher für verschmutztes Meer

Auch Mikroplastik soll zukünftig drastisch reduziert werden. Die nur maximal fünf Millimeter großen Teilchen werden vor allem in der Kosmetikbranche eingesetzt. Vor allem bei Körperpeelings, Zahncremes und allgemein in der Körperpflege kommen sie vor. Außerdem entsteht Mikroplastik durch den Abrieb von Autoreifen oder beim Reinigen von Textilien aus Kunstfasern. Die winzigen Partikel gelangen ins Meer und werden von den Lebewesen gefressen. Fische und andere Meeresbewohner gelangen anschließend zurück in die Nahrungskette. Der absichtliche Gebrauch von Mikroplastik in Kosmetika soll daher zukünftig verboten werden, so die EU-Kommission.

Verbraucher müssen ihren Teil beitragen

Auch Schiffsabfälle sind ein großes Thema, wenn es um die Verschmutzung der Meere geht. Aus diesem Grund sollen ab sofort alle Häfen dazu verpflichtet werden, den Müll von vorbeifahrenden Schiffen anzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. Den betroffenen Kapitänen wird es damit leichter fallen, Plastikmüll ordnungsgemäß zu entsorgen. Auch der Gebrauch von Plastiktüten ist ein großes Thema. Bis 2019 soll der Verbrauch der Tüten um insgesamt ganze 80 Prozent reduziert werden. Der Erfolg hängt allerdings maßgeblich vom Willen der Bürger ab, weniger Müll zu produzieren.

Plastiksteuer - die Lösung?

Eine Steuer auf Plastik, welche EU-weit gilt: Ist diese Vorstellung realistisch? Zumindest sind solche "Sondersteuern" auf Plastikmüll bereits ernsthaft im Gespräch. Zwar sind die Pläne noch nicht spruchreif, sollen aber langfristig umgesetzt werden. Hier ist die Frage, ob bei den EU-Bürgern oder besser direkt bei den Produzenten angesetzt werden soll.

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